Der Jahreszeitenwechsel und die immer kälter werdenden Tage wirken sich destabilisierend und schwächend auf unser Immunsystem aus, wodurch unser Organismus anfälliger und infektionsgefährdeter wird. Um Ihr Immunsystem wirksam zu stärken und bestens für den Winter vorbereitet zu sein, lesen Sie diesen Artikel und erfahren Sie, welche Abwehrstrategien unser Immunsystem hat und welche Nährstoffe für seine Funktion unerlässlich sind.

 

 Was ist das Immunsystem?   

Was ist das Immunsystem?

 


Um sich vor Infektionen oder inneren Störungen des Organismus zu schützen, ist unser Körper mit einem natürlichen Abwehrmechanismus ausgestattet, dem sogenannten Immunsystem. Es ist für die Aufrechterhaltung der Integrität des Organismus zuständig, indem es unseren Körper vor äußeren Einflüssen schützt. Unser Immunsystem ist in der Tat sehr komplex und individuell. Es toleriert fremde Elemente, die von Nutzen sind (z. B. gute Bakterien) und eliminiert diejenigen, die ihm schaden.

 

In unserer Umwelt gibt es eine Vielzahl von Mikroorganismen oder Krankheitserregern, die versuchen, in unseren Körper einzudringen, um dort zu wachsen und sich zu vermehren. Als Schutz vor Infektionserregern haben wir zwei Hauptverteidigungsmechanismen:

 

  1. Die äußeren Barrieren unseres Körpers, d. h. die Haut, die Schleimhäute (Verdauungs-, Sexual- und Atemwege) und die damit verbundenen Sekrete (Speichel, Talg, Schweiß, Schleim,...). Diese erste Schutzwand gegen äußere Angriffe soll das Eindringen von Krankheitserregern in unser inneres Milieu verhindern.
  2. Wenn es äußeren Krankheitserregern gelingt, trotz dieser natürlichen Barrieren in den Körper einzudringen, verfügen wir über einen zweiten Verteidigungsmechanismus: die innere Schutzvorrichtung. Diese setzt sich aus einer "Armee von Soldaten" zusammen, die aus unzähligen spezifischen Zellen und Molekülen besteht. Die Krankheitserreger, die es geschafft haben, die natürlichen Barrieren zu durchbrechen, werden durch den inneren Schutz neutralisiert.

 

Wie kann man sein Immunsystem stärken? 

 

Wie kann man sein Immunsystem stärken?

 

 

Ein starkes Immunsystem ist also eher in der Lage, einen Virus wirksam zu bekämpfen und abzuwehren als ein schwaches Immunsystem. Wir haben die Zügel über unsere Gesundheit in der Hand und können einiges für ein gut funktionierendes Immunsystem tun.

  

 

Der Darm spielt eine entscheidende Rolle für unser Immunsystem 

 

 Der Darm ist für die Verdauung und vor allem für die Nährstoffaufnahme von großer Bedeutung. Aber nicht nur das, er spielt die zentrale Rolle für unsere Immunität auf drei Ebenen:

 

- Die Darmschleimhaut: Eine Membran, die sich auf der gesamten Darmwand befindet und die Aufgabe hat, Nährstoffe durchzulassen. Sie ist wie ein "Filter", der das Eindringen von krankheitserregenden Substanzen einschränkt.

- Das Darm-Mikrobiom: Es besteht aus nicht pathogenen Bakterien, die den Darm schützen. Diese Bakterien verhindern das Eindringen von krankheitserregenden Bakterien in den Blutkreislauf: Zudem schützen Sie den Darm und den Rest unseres Körpers vor einer Vermehrung der Eindringlinge.

- Das Immunsystem des Darms: Mehr als 60 % unserer Immunzellen befinden sich im Darm. Diese Zellen verteidigen den Körper gegen Eindringlinge und spielen auch bei der Verträglichkeit von Nahrungsmitteln eine tragende Rolle.

 

Viel Stress, eine schlechte Ernährung oder die wiederholte Einnahme von Antibiotika können das Gleichgewicht (die sogenannte Symbiose) des Ökosystems im Darm beeinträchtigen und dadurch unser Immunsystem schwächen. In diesem Fall kann die Einnahme von Probiotika (Milchsäurebakterien) eine unterstützende Wirkung auf die Wiederherstellung des Gleichgewichts haben. Probiotika sind Bakterien, die in entsprechender Menge eine positive Wirkung auf unser Darm-Mikrobiom haben. Man findet diese in fermentierten Lebensmitteln (Joghurt, Kefir, Miso, Kimchi, Kombucha) oder in Form von Nahrungsergänzungsmitteln.

 

Damit sich die Bakterien entsprechend entwickeln können, muss man für ein gutes Umfeld sorgen und besonders eine "Nahrungsquelle" bieten. Die "guten Bakterien" ernähren sich von sogenannten "präbiotischen" Substanzen. Es handelt sich hauptsächlich um Ballaststoffe, die in unserer Nahrung vorkommen, z. B. in Knoblauch, Spargel, Karotten, Zwiebeln, Lauch, Radieschen, Tomaten, ... .

 

Eine nährstoffreiche Ernährung ist für ein gut funktionierendes Immunsystem essenziell 

 

Die Bedarfsdeckung an Vitaminen, Mineralstoffen und Spurenelementen ist unabdingbar, um die Funktion unserer natürlichen Abwehrkräfte zu gewährleisten. Vitamin C, Vitamin D und Zink haben zum Beispiel eine direkte Auswirkung auf unser Immunsystem. Ein Mangel kann zu einer Störung des Immunsystems führen.

 

Vitamin C und Zink helfen dem Körper, sich vor oxidativem Stress zu schützen, der durch Krankheitserreger erzeugt wird. Vitamin C und Zink sind besonders starke Antioxidantien, die freie Radikale bekämpfen, das Immunsystem unterstützen und die Oxidation der weißen Blutkörperchen (Immunzellen) begrenzen. Auch Vitamin D ist besonders im Winter oft Mangelware und das, obwohl es für eine starke Immunität des Körpers eine wichtige Rolle spielt.

 

Pflanzen für eine Unterstützung der Körperimmunität  

 

Pflanzen für eine Unterstützung der Körperimmunität

 

 

Bestimmte Pflanzen wie Sonnenhüte haben sich bewährt und werden häufig zur Vorbeugung und Behandlung von Winterkrankheiten wie Erkältungen eingesetzt. Studien haben gezeigt, dass Sonnenhüte unser Immunsystem durch ihre immunstimulierenden, entzündungshemmenden und antibakteriellen Eigenschaften stärken können.

 

Guter Schlaf 

 

Unser Schlaf spielt eine essenzielle Rolle für unseren Körper: Unser Gedächtnis, unserer Konzentration und unsere daraus resultierende Stimmung hängen von einem erholsamen Schlaf ab. Er spielt auch eine zentrale Rolle bei der Regulierung unserer biologischen Uhr und unseres Hormonsystems. Umfangreiche Studien haben auch gezeigt, dass Schlafmangel, der durch wiederholte Schlaflosigkeit hervorgerufen wird, sich negativ auf unser Immunsystem auswirkt. Grund ist die verringerte Aktivität bestimmter weißer Blutkörperchen und die Synthese von Antikörpern. Ein erholsamer Schlaf von 7 bis 9 Stunden pro Nacht ist demnach unerlässlich, um eine einwandfreie Funktion unseres Immunsystems zu gewährleisten und das Risiko von Infektionen, ganz besonders im Winter, zu verringern.

Stress reduzieren 

 

Genauso wie Schlafmangel beeinträchtigt auch chronischer Stress die Funktion unseres Immunsystems. Die enorme Produktion von Adrenalin und Cortisol, die durch chronischen Stress ausgelöst wird, führt zu schweren Störungen des Immunsystems, insbesondere im Hinblick auf die Funktion der weißen Blutkörperchen (Immunzellen). Deshalb ist die Bekämpfung und Vermeidung von Stress ernst zu nehmen, um das Immunsystem zu unterstützen.

 

Eine begrenzte Einnahme von schädlichen Substanzen 

 

Nicht zuletzt führen auch bestimmte Substanzen wie Tabak und Alkohol zu einer Schwächung des Immunsystems, da dadurch unserem Körper freie Radikale und Toxine zugeführt werden, die die Funktion unserer Zellen beeinträchtigen. Eine schwache Immunität führt demnach zu einem erhöhten Infektionsrisiko. Ein gesunder Lebensstil sowie ein moderater Tabak- und Alkoholkonsum tragen zu einem starken Immunsystem bei, besonders dann, wenn es am stärksten beansprucht wird.

 

Bedenken Sie

Ein gesunder Lebensstil und die Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln zur Stärkung des Immunsystemskönnen Ihnen helfen, mit den Winterkrankheiten fertig zu werden und die Widerstandsfähigkeit Ihres Körpers zu verbessern.

 

 

Quellenverzeichnis

 

Dimitrov S, Lange T, Gouttefangeas C, et al. Gαs-coupled receptor signaling and sleep regulate integrin activation of human antigen-specific T cells. J Exp Med. 2019;216(3):517-526. doi:10.1084/jem.20181169

 

Maywald, M., Wessels, I., & Rink, L. (2017). Zinc Signals and Immunity. International journal of molecular sciences18(10), 2222.

 

Liugan, M. et Carr, AC (2019). Vitamine C et fonction neutrophile: résultats d'essais contrôlés randomisés. Nutriments , 11 (9), 2102.

 

Baeke, F., Takiishi, T., Korf, H., Gysemans, C., & Mathieu, C. (2010). Vitamin D: modulator of the immune system. Current opinion in pharmacology10(4), 482–496.

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